Fortbildung

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Kurs 04.57:

Das Gewissen unserer Gesellschaft

Das Ehrenamt - die Stütze der Hospizbewegung - Aufbaukurs

Dem Engagement von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ist es zu verdanken, dass sich die Hospizbewegung in Deutschland so positiv entwickelt hat. Ohne jeden gesetzlichen Auftrag und ohne finanziellen Rückhalt suchten Menschen nach Antworten auf den Leidensdruck schwerstkranker und sterbender Menschen, die keine Fürsprecher hatten, um ihr Recht auf Linderung einzufordern und allzu oft von den rein kurativ ausgerichteten Institutionen des Gesundheitswesens abgeschoben wurden. Für viele Ehrenamtliche waren diese Situationen, bspw. beim Sterben eines nahen Angehörigen, der ausschlaggebende Anlass, sich nachhaltig für ein Sterben unter würdevollen Bedingungen einzusetzen. Leitend war und ist auch heute noch die Vorstellung, dass Sterben ein Teil des Lebens ist, dem ebenso respektvoll wie achtsam begegnet werden muss.

Im Mittelpunkt der Hospizarbeit steht der schwerstkranke und sterbende Mensch mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine Angehörigen und Nahestehenden. Zu den häufig geäußerten Wünschen gehört der Wunsch, bis zum Lebensende zu Hause oder im vertrauten Umfeld bleiben zu können. Dies zu ermöglichen, ist eine der wesentlichen Aufgaben der ambulanten Hospizdienste.

 

Wesentliches Merkmal der ambulanten Hospizarbeit ist der Dienst ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der psychosozialen Begleitung der Betroffenen übernehmen die Ehrenamtlichen vielfältige Aufgaben. Durch ihre Arbeit leisten sie nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag in der Begleitung der Betroffenen, sondern sie tragen wesentlich dazu bei, dass sich in unserer Gesellschaft ein Wandel im Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen vollzieht.

 

Die hier geschulten Ehrenamtler haben den Grundkurs (Kurs Nr. 04.56) absolviert.

Kursinhalte

Mögliche Themen des Aufbaukurses:

  • Palliative Care in Deutschland: Geschichtliche Entwicklung, aktuelle Situation und Entwicklungen in die Zukunft
  • Schmerztherapie in der Palliativversorgung
  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
  • Umgang mit Konflikten, Gefühle der Schuld
  • Aussegnung, Sinn und Bedeutung von Bestattungsritualen und –Formen
  • Trauer, eigene Trauererfahrung, Begleitung in der Trauerzeit, Traueraufgaben und Trauerrituale
  • Umgang mit Kindern in der Sterbe- und Trauerbegleitung
  • Umgang mit demenziell Erkrankten in der Palliativversorgung
  • Hospizbewegung und Palliativnetz: Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten.

 

 

Voraussetzungen

Die hier geschulten Ehrenamtler haben den Grundkurs (Kurs Nr. 04.56) absolviert.

 

Kursdauer

Eintägig, 9.00-15.30 Uhr

 

Kursgebühr

  • 130 €
  • 120 € (LfK-Mitglieder-Vorzugspreis)

 

Dozenten

  • Michael Peters
  • Michael Hirschauer
  • Selma Götz

 

Zeit und Ort der Veranstaltung:

31.01.2018 Köln

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18.04.2018 Olpe

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20.06.2018 Münster

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19.09.2018 Köln

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